Sabine Schönmetzlerfreischaffende Figuren-Keramikerin Vom Gefühl bin ich irgendwo zwischendrin, zwischen...... na eben, zwischen den Welten, zwischen dem was jeder macht. Wenn ich etwas Neues beginne denke ich: ja das hast du schon mal irgendwo gesehen, das kommt bei dem Publikum bestimmt gut an. Doch schon nach wenigen Minuten des Gestaltens am Objekt schweife ich total ab, da ich merke: Das bin doch nicht ich, das ist doch nicht meins, nicht mein Gedanke und was in mir steckt. Die Form verändert sich nun sehr rasch und wenn ich dann aufgehört habe darüber nachzudenken, was ich eigentlich tue, bin ich am Ziel angelangt. Mein Ziel war es noch nie, es jedem recht zu machen; mein Ziel ist es, meinem Publikum die Welt der Fantasie wieder näher zu bringen. Worte wie: „Ach schau dir das mal an, das hab ich ja noch nie gesehen.....!“ Dann bin ich am Ziel!Als ich vor vielen Jahren begann, habe ich wie so mancher der etwas Neues beginnt, natürlich in meine Werkstatt und deren Ausrüstung investiert. Ofen, Töpferscheibe, Werkzeug, Glasuren und Regale. Den Ofen hab ich noch, auch mein Werkzeug und die Regale. Die Töpferscheibe wurde, nach einem Jahr "im-Eck-rum-stehen", an eine nahe gelegene Waldorfschule verschenkt. Ja, und die Glasuren..... Die hab ich auch noch, viele original verschlossen. Die stehen da gut wo sie sind, denn alles was ich an Farben brauche hab ich ja. Im Ton. Jeder Ton hat eine andere Farbe, (natürlich auch eine andere Körnung und einen anderen Brenngrad, wird nun der Fachmann entgegnen) na und?! Es gibt für mich nichts Schöneres als nur mit den Farben des Tons Figuren zum Leben zu erwecken, ihnen etwas Besonderes zu geben. Das Einzige was ich mir vorstellen kann, ist eine farblose Glasur, um die Objekte besser zu schützen. Dass ab und zu ein paar glasierte Objekte auftauchen liegt daran: „He Mama, jetzt mach doch mal, hast schon so viel Geld in Glasuren investiert; nun benutze sie doch auch mal!“ Mein Sohn zwingt mich dann „normal“ zu tun. Gelernt hab ich das alles nie, ich habe einfach angefangen. Sobald draußen nichts mehr zu tun ist, da der Winter sich bemerkbar macht, verbringe ich die Monate bis zum Frühling großteils in der Werkstatt und freue mich über jedes gelungene Werk. Bei mir finden sie außergewöhnliche Geschenke,welche sich in ihrer Einzigartigkeit präsentieren. |
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